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Freiburg im Breisgau ist mit rund 220.000 Einwohnern nach Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg und südlichste Großstadt Deutschlands. Sie ist Universitätsstadt und Sitz eines katholischen Erzbischofs. Freiburgs Altstadt ist Ziel von jährlich über drei Millionen Besuchern. AllgemeinesDie kreisfreie Stadt im gleichnamigen Regierungsbezirk ist Sitz des Regionalverbands Südlicher Oberrhein und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, von dem sie nahezu ganz umgeben ist. Die nächstgelegenen Großstädte sind Mülhausen (frz. Mulhouse) im Elsass, etwa 40 km südwestlich, Basel, etwa 60 km südlich, und Zürich, etwa 86 km südöstlich, Straßburg, etwa 85 km und Karlsruhe, etwa 140 km nördlich, sowie Stuttgart, etwa 200 km nordöstlich von Freiburg. Die Einwohnerzahl überschritt Anfang der 1930er Jahre die Grenze von 100.000, wodurch Freiburg im Breisgau zur Großstadt wurde. Heute leben rund 215.000 Menschen in der Stadt, darunter etwa 30.000 Studenten der Albert-Ludwigs-Universität, der Musikhochschule, der Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschule. Wappen, Siegel, MünzmarkenDas Wappen der Stadt Freiburg im Breisgau zeigt das Georgskreuz, ein rotes durchgehendes Kreuz auf weißem Grund. Es ist das Wappenzeichen von St. Georg, dem ältesten Stadtpatron Freiburgs. Vereinzelt sieht man auch das Stadtsiegel auf einem Wappenschild: eine stilisierte Burg in rot auf weißem Grund mit zwei Turmbläsern auf den äußeren Türmen. Sie war das Vorbild des 1896 im Sternwald erbauten Wasserschlössle. Außerdem gibt es noch das Wappen mit dem schwarzen Adlerkopf (oder Rabenkopf) auf goldenem Grund. Dieses Wappen ist nach 1327 aus der Freiburger Münzmarke entstanden. Anfangs zeigten die in Freiburg geprägten Münzen den ausgebreiteten Adler, also das Wappenbild der Grafen von Freiburg (und ihrer Vorgänger, der Herzöge von Zähringen), im Laufe der Jahre dann nur noch den Kopf des Adlers. Nachdem Freiburg 1399 dem Rappenmünzbund beigetreten war, wurde aus dem Adlerkopf der Kopf eines Raben (alemannisch „Rappen“), weshalb man die kleine Münze auch als „Rappenpfennig“ bezeichnete (Vorbild für den Schweizer Rappen). – Oft wird an historischen Gebäuden oder auf Gemälden das Stadtwappen zusammen mit dem Wappen von Österreich gezeigt, ein Hinweis auf die lange Zugehörigkeit der Stadt zu Vorderösterreich.
NaturraumGeomorphologie
Freiburg liegt an der Grenze zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben. Die Verwerfung verläuft mitten durch das Stadtgebiet. Die östlichen Stadtteile liegen in einem Verbindungstal zum Zartener Becken zwischen den Bergen Rosskopf im Norden und Brombergkopf im Süden beziehungsweise schon im Schwarzwald selbst (Kappel, Günterstal). Der Schlossberg, ein Ausläufer der Vorbergzone ragt wie eine Nase direkt ins Innenstadtgebiet. Mit dem südöstlich gelegenen Schauinsland gehört der Gipfel eines der höchsten Berge des Schwarzwaldes zum Freiburger Stadtgebiet. Damit ist Freiburg unter den deutschen Städten die mit dem größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets (mehr als 1000 Meter). Die westlichen Stadtteile liegen weitgehend auf einem Schwemmkegel, der während der letzten Eiszeit entstand. Im Süden liegt der Schönberg, der zur Vorbergzone zählt, einem Teil des alten Gebirges, der beim Einbrechen des Oberrheingrabens nur teilweise abgerutscht ist. Durch Freiburg fließt die Dreisam. Die Ausdehnung der Stadt in nord-südlicher Richtung beträgt 18,6 km, in ost-westlicher Richtung 20 km. Von der Gemarkungsgrenze sind es bis zur Grenze nach Frankreich 3 km, bis zur Grenze mit der Schweiz 42 km. Klima
Freiburg liegt in einer Zone mit warm- und feucht-gemäßigtem Klima, wobei es große Unterschiede gibt: in der Ebene ist es wärmer und trockener, in den Bergzonen eher kühl und frisch. Wegen der mittleren Durchschnittstemperatur von 10,8 °C (Freiburg im Breisgau Zentrum, Deutscher Wetterdienst) gilt die Stadt als eine der wärmsten Großstädte Deutschlands (Duisburg-Laar: 10,9 °C ist die wärmste Station Deutschlands). Allerdings sind die gemessenen Temperaturen unter anderem deshalb so hoch, weil die Freiburger Messstation des Deutschen Wetterdienstes inmitten von Bebauung nahe der Innenstadt lag. Nachdem die Messtation nun an den Freiburger Flugplatz verlegt wurde, dürfte Freiburg den Status, eine der wärmsten Städte Deutschlands zu sein, verlieren. Auch mit der Anzahl von 1815 Sonnenstunden pro Jahr nimmt Freiburg einen vorderen Platz ein. Die mittleren jährlichen Werte betragen für Niederschlag 950 mm, für Luftdruck 1017,8 Hektopascal und für die relative Luftfeuchtigkeit 67,1 %. Eine Spezialität des sommerlichen Stadtklimas ist der „Höllentäler“ (nach dem östlich gelegenen Höllental), ein Fallwind von den Höhen des Schwarzwalds, welcher Teile der Stadt mit großer Regelmäßigkeit einige Zeit nach Eintritt der Dunkelheit durchlüftet. Nach umstrittener Auffassung namhafter Wetterexperten (Jörg Kachelmann/Hans von Rudloff) ist dieser Wind aber nicht kühl, wie oft vermutet und gefühlt, sondern föhnartig warm und beschert damit der Stadt die meisten Tropennächte in Deutschland (durchgehend über 20 °C). Siedlungsgeographische EinordnungDie Stadt liegt im „Verdichtungsraum Freiburg“, der neben der Stadt Freiburg im Breisgau die Gemeinden Au (Breisgau), Bötzingen, Gundelfingen, Kirchzarten, March, Merzhausen und Umkirch des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Städte und Gemeinden Emmendingen, Denzlingen und Waldkirch des Landkreises Emmendingen umfasst. Für die Region Südlicher Oberrhein bildet Freiburg neben Offenburg ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Freiburg übernimmt für die Gemeinden Au, Bötzingen, Buchenbach, Ebringen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Glottertal, Gottenheim, Gundelfingen, Heuweiler, Horben, Kirchzarten, March, Merzhausen, Oberried, St. Märgen, St. Peter (Hochschwarzwald), Schallstadt, Sölden, Stegen, Umkirch und Wittnau die Funktion eines Mittelbereichs. Stadtgliederung
Freiburg hat 26 Stadtteile, die insgesamt, vorwiegend zu statistischen Zwecken, in 41 Stadtbezirke gegliedert sind. In den erst bei der jüngsten Gemeindereform eingegliederten Stadtteilen Ebnet, Hochdorf, Kappel, Lehen, Munzingen, Opfingen, Tiengen und Waltershofen wurde die Ortschaftsverfassung eingeführt. Damit erhielten diese Orte jeweils einen von der Bürgerschaft der Ortschaft zeitgleich mit dem Gemeinderat zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze sowie eine örtliche Verwaltung. Die Ortschaftsräte sind zu allen wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Freiburg. An die ehemalige Stadtmauer erinnert der Straßenname „Auf der Zinnen“. Etwa zweihundert Meter nördlich davon verläuft der 48. nördliche Breitengrad. Die Stelle ist auf beiden Seiten der Nord-Süd-Durchgangsstraße (die hier Habsburgerstraße heißt) durch eine Schrift in Pflastersteinen verschiedener Farben (vorwiegend weiß-schwarz-weiß) hervorgehoben, so dass auch Auswärtige deutlich erkennen können, auf welcher Breite der Erdkugel sie sich hier befinden. Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Freiburg im Breisgau. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle, außer Denzlingen und Vörstetten, die zum Landkreis Emmendingen gehören, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Vörstetten, Denzlingen, Gundelfingen, Glottertal, Stegen, Kirchzarten, Oberried (Breisgau), Münstertal/Schwarzwald, Bollschweil, Horben, Au (Breisgau), Merzhausen, Ebringen, Schallstadt, Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Merdingen, Gottenheim, Umkirch und March. Quelle: wikipedia.de Stand: 25.02.2008 Finden Sie Freiburg auf der Landkarte:
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