Villingen-Schwenningen Kultur und SehenswürdigkeitenTheaterDas Theater am Ring bietet Theatervorstellungen aller Gattungen. Es gibt ein Großes Haus mit Oper, Schauspiel, und Ballett, sowie Kinder- und Jugendtheatervorstellungen und ein Kleiner Saal für Theatergespräche und Lesungen. MusikDas Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen wurde 1912 von Martin Oberle als „Villinger Orchesterverein“ gegründet. Größere Erfolge konnte das Orchester erst nach dem Zweiten Weltkrieg als „Kammerorchester Villingen“ erzielen. Bekannt sind die Kienzle-Werkskonzerte und die Kreuzgang-Konzerte im alten Franziskanerkloster. Ende der 1970er Jahre entwickelte es sich zu einem Sinfonieorchester. Das Orchester wird nach wie vor als eingetragener Verein geführt. In Villingen-Schwenningen gibt es drei sinfonische Blasorchestervereinigungen: Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen, Stadtharmonie Villingen e. V. sowie die Stadtmusik Schwenningen. Alle drei bestehen aus einem Großen Blasorchester, einem Jugendblasorchester, einem Schülerorchester sowie weiteren kleineren Ensembles, zu den beiden Villinger Vereinigungen gehört jeweils noch ein Spielmannszug. Neben diesen drei Vereinigungen gibt es in den Kernstädten noch den Musikverein Harmonie Schwenningen, zusätzlich besteht in jedem der Teilorte Villingen-Schwenningens ein eigener Musikverein. Museen / Archiv
Sehenswürdigkeiten in VillingenDer mittelalterliche Stadtkern von Villingen ist formal zu großen Teilen erhalten, dazu gehört das frühgotische Münster (13.–16. Jahrhundert), das spätgotische Rathaus (1534), die Stadtmauer mit drei erhaltenen von ursprünglich vier Tortürmen und das stadtgeschichtliche Franziskanermuseum in Villingen, das im Rahmen der 1000-Jahr-Feier 1999 neu eröffnet wurde. Dort befinden sich auch sehr viele Funde vom Magdalenenberg. Die Straßenzüge der Innenstadt werden durch Um- sowie Neubauten der Nachkriegsjahre und jüngsten Zeit geprägt. Das Alte Rathaus in Villingen wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Ende des 19. Jahrhundert wurde die spätgotische Fassade mit einer eindrucksvollen Historienmalerei versehen, die vom Kunstmaler Karl Eyth stammte und Ende der 1920er Jahre beseitigt wurde.Ein weiteres interessantes Bauwerk ist der 1888 errichtete Aussichtsturm auf der Wanne. Folgende Kirchen gibt es in Villingen: Die Katholische Stadtpfarrkirche, das Münster zu Unserer Lieben Frau, wurde bereits im Mittelalter erbaut. Es erfuhr mehrere Veränderungen und wurde im 18. Jahrhundert innen barockisiert. Die Benediktinerkirche wurde ab 1688 von Michael Thumb errichtet. Vollendet wurde sie aber erst 1719 von dem ebenfalls zur Auer Zunft gehörenden Jodokus Beer. Die Bickenklosterkirche entstand 1737 als Saalkirche. Die ehemalige Altstadtpfarrkirche St. Maria (heute Friedhofskirche) wurde 1864 neu erbaut. Erhalten ist aber der Turm aus dem 12. Jahrhundert. Die ehemalige Johanniterkirche aus dem 13. Jahrhundert dient seit Ende des 19. Jahrhunderts als evangelische Johanneskirche. Neuere katholische Kirchen in Villingen sind St. Fidelis (erbaut 1953/54), St. Konrad (erbaut 1964/67), St. Bruder Klaus (erbaut 1962/64) und Heilig Kreuz (1971). Neue evangelische Kirchen sind die Pauluskirche von 1955 und das Markuszentrum von 1962. Die Villinger StadtbefestigungUrsprünglich bestehend aus der bis heute zu weiten Teilen erhaltenen inneren Stadtmauer, wenngleich in wesentlich höherer Ausführung wie man es stellenweise zwischen Oberem Tor und Riettor noch erahnen kann, dem inneren Graben, der der so genannten Fülle (äußere Stadtmauer), mit einer beträchtlichen Stärke von mehreren Metern, deren innere und äußere Stützmauern mit Füllmaterial der Gräben verdichtet war. Die Fülle war niedere als die Innere Stadtmauer. Auf ihr konnten Geschütze und Kanonen problemlos aufgestellt werden. Obwohl mittelalterlichen Ursprungs war die Funktion der Fülle vergleichbar mit dem französischen Festungswesen des 17./18. Jahrhunderts. Der Fülle vorgelagert war der äußere Graben, der nach Außen durch eine Stützmauer abgesichert war. Heute ist der Bereich ab dem Inneren Graben nach Außen zu großen Teilen Bestand der begrünten Ringanlagen um die mittelalterliche Stadt. Die Tore und Türme der Stadtbefestigung Noch existierende Türme und Tore:
abgegangene Türme und Tore:
… in SchwenningenDas Rathaus in Schwenningen wurde 1926 bis 1928 von Hans Herkommer erbaut. Die ehemalige St.-Vincenz-Kirche ist die älteste evangelische Kirche Schwenningens und trägt heute den Namen „Stadtkirche“. Sie erhielt 1563 einen neuen Turm, 1700 ein neues Schiff und 1837/38 ein Querschiff und eine Erhöhung des Turmes. 1910 wurde als zweite evangelische Kirche die Pauluskirche erbaut, 1956 bis 2004 wurde die 1908 erbaute Kapelle im Alten Friedhof als „Markuskirche“ genutzt. 1959/60 entstand die heutige Johanneskirche, 1972 das Rinelenzentrum, heute Markuszentrum. Die 1892/93 erbaute Franziskuskirche ist die katholische Hauptkirche Schwenningens. Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1952 gebaut. Sehenswert sind auch das Naturschutzgebiet Schwenninger Moos (Neckarursprung), das Luftrettungszentrum „Christoph 11“, das internationale Luftfahrtmuseum, das Uhrenindustriemuseum in der ehemaligen Uhren-Fabrik Bürk, das Heimat- und Uhrenmuseum, das Feuerwehr-Museum, die Städtische Galerie und das Bauchenbergstadion mit dem Zweitliga-Eishockeyverein SERC Wild Wings. Zu den Kirchen der anderen Stadtteile vergleiche bei Religionen. BrauchtumFastnacht („Fasnet“)Villingen ist für sein Gefüge aus traditioneller schwäbisch-alemannischer Fastnacht und Karneval bekannt. Traditionell steht der „Villinger Narro“, gerne als „Aristokrat der alemannsichen Fasnet“ bezeichnet, im Mittelpunkt. Er ist eine der ältesten Narrenfiguren der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Im letzten Drittel des 19. Jahrhundert erreichte die rheinische Karnevalswelle Villingen sowie den gesamten schwäbisch-alemannischen Raum. Zur Sicherung des Bestandes sowie infolge der Rückbesinnung auf die alten Fastnachtsformen und mit Gründung der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte in Villingen 1924 wurde der Karneval aus dem deutschen Südwesten in seine Hochburgen am Rhein zurückgedrängt. In Villingen kam es jedoch zu einer entgegengesetzten Entwicklung. Die Katzenmusik, ein Verein, der sich bis dahin in origineller Weise die Fasnet des kleinen Mannes und Verulkung des Militärs ergänzend zum historischen Narrolaufen angenommen hatte, tat Ende der 20er Jahre einen Schritt, der zu einer Rekarnevalisierung der örtlichen Fastnacht führte. Die Glonki-Gilde, derzeit, nach der Narrozunft und Katzenmusik, der drittgrößte Karnevalsverein der Stadt, wurde 1933 nach der Machtergreifung gegründet und folgte ebenfalls dem karnevalistischen Muster. Dadurch entstand eine Dualität, die das Bild der Villinger Fasnet bis heute prägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen noch einige Gruppen hinzu, wie auch in den 70er Jahren, die das traditionelle Bild der Fastnacht zusätzlich verändert haben und den Karneval in Villigen weiter voran treiben. Ein fast schon großstädtischer Karnevalsumzug ist der Große Umzug am Fasnetdienstag, an dem aus Wagen haufenweise Süßigkeiten in die Menge geworfen werden. Angeführt wird dieser Umzug jedoch nach wie vor von der historischen Narrozunft. Einheimische und auswärtigen Gruppen beteiligen sich mit ihren Fantasiefiguren ebenfalls an diesem Umzug. Am Morgen des Fasnetmontags, dem Haupttag der Villinger Fasnet, zieht der historische Umzug der Villinger Narro durch die Stadt. Am Nachmittag findet der sogenannte „Maschgerelauf“ vom Oberen Tor aus statt, bei dem vor allen den Touristen die historische Villinger Fasnet erläutert und nähergebracht werden soll. Zuvor, dazwischen und nachfolgend gibt es weitere Umzüge der Narrenvereine. Einen Tag, welcher dem historischen Fastnachtsbrauchtum vorbehalten bleibt, gibt es nicht. RomäusDer Romäus ist ein Villinger Landsknecht und Lokalheld von riesenhaftem Wuchs, um den sich zahlreiche Geschichten und Sagen ranken. Eine der Heldentaten des Romäus war der von ihm allein durchgeführte, heimliche Diebstahl des Stadttores der mit Villingen konkurrierenden, benachbarten Stadt Rottweil. Er soll in dem nach ihm benannten Romäusturm (früherer Diebesturm), der mit einem überlebensgroßen Bild von ihm bemalt ist, eingesessen haben. Dieses Gemälde folgt einer historistischen Darstellung vom Ende des 19. Jahrhunderts. Zuvor war ein übergroßes Bildnis des Lokalhelden bereits an der äußeren Stadtmauer rechts vom ehemaligen Obertorerkel angebracht. In dieser Form ist es auf der Rottweiler Pürschgerichtskarte von 1564 des David Rötlin bezeugt. Mit Abbruch der äußeren Fülle wurde ein neues Gemälde am Diebsturm angebracht, der seither den Namen Romäusturm trägt. RatzennestVillinger Heimatroman und Bezeichnung der Stadt nach dem mundartlichen Ausdruck „Ratze“ für Ratte. Die im Dreißigjährigen Krieg Villingen belagernden Schweden wollten die Stadt wie ein „Ratzennest“ mittels des Schwedendammes ersäufen, was aber durch die Villinger verhindert wurde. Hermann A. Neugart hat diese Episode aus der Villinger Geschichte in seinem 1950 erschienenen Heimatroman „Das Ratzennest: Aus den Schicksalstagen einer tausendjährigen Stadt“ dargestellt. NägelinskreuzSchutzkreuz Villingens aus dem 14. Jahrhundert, das in der linken Turmkapelle des Villinger Münsters zu sehen ist. Seine Verehrung soll die Stadt vor allen Übeln bewahren. Dem Nägelinskreuz schreibt man zu, dass keine Stadtbelagerung zur Einnahme der Villinger Innenstadt führte und in den Weltkriegen keine der Innenstadtbauten zerstört wurde. Freizeit und SportBekanntestes sportliches Aushängeschild der Stadt ist der Eishockeyclub SERC Wild Wings, der über 22 Jahre in der 1. Liga gespielt hat und mittlerweile in der 2. Bundesliga zu Hause ist. Ihre Heimspielstätte ist das Eisstadion am Bauchenberg.Es existieren zahlreiche Fußballvereine, von denen derzeit der FC 08 Villingen als höchstklassiger Verein in der Oberliga spielt. Die workID Panthers Schwenningen (KGJ Schwenningen) spielen in der Basketball-Regionalliga. Feldhockey spielen der HC Villingen (Verbandsliga) und HV Schwenningen (Oberliga), die Volleyballer des TV Villingen spielen in der Oberliga. LandesgartenschauVillingen-Schwenningen ist 2010 Veranstaltungsort der Landesgartenschau. Quelle: wikipedia.de Stand: 08.10.2008Direkt zum Artikel: hier Direkt zu den Autoren: hier Artikel geändert durch: Autor von www.schwarzwald-welt.de Der Inhalt dieser Seite steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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